Restless Legs – So können deine Beine wieder Ruhe finden!

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Restless Legs

Ein Mann, der unter Restless Legs leidet, hält sein Bein, während er auf dem Sofa sitzt

© Africa Studio – Fotolia.com

Du möchtest dich am Abend gemütlich auf dein Sofa legen und dich ausruhen? Doch irgendetwas scheint dich von diesem Vorhaben abzuhalten. Deine Beine mögen es offenbar nicht, wenn sie nicht bewegt werden, und die Ruhe fühlt sich geradezu wie eine Belastung an. Wenn du das so oder so ähnlich nachempfinden kannst, dann leidest du vermutlich unter dem so genannten Restless Legs Syndrom (RLS). Was das genau ist, wer betroffen sein kann und was du für eine nachhaltige Besserung deiner Beschwerden, auch ohne die Einnahme von Medikamenten wie Dopamin, tun kannst, erfährst du hier.

Wir verraten dir in diesem Artikel, wie du Restless Legs effektiv und schnell behandeln kannst – ohne Medikamente, Operationen oder Nebenwirkungen.

🎥 In diesem Video zeigt dir Roland Liebscher-Bracht effektive Übungen, die dir bei Restless Legs sofort helfen könnten:

Restless Legs – wenn die Beine keine Ruhe finden wollen

Ziehen, Unruhe, Kribbeln, regelrechte Zappeligkeit in den Beinen, ein Gefühl, als würden Ameisen die Gefäße hochkrabbeln – Restless Legs ist ein Beschwerdebild, das sich ganz unterschiedlich zeigt und das auch in anderen Körperregionen als ausschließlich in den Beinen in Erscheinung treten kann. Dass das Ausruhen im Bett oder der vergebliche Versuch, endlich einschlafen zu können, sich für manche Betroffene wirklich wie echter Schmerz anfühlt, ist kaum nachvollziehbar für Außenstehende. Das Syndrom hat viele Gesichter. Die meisten Menschen spüren ein Ziehen in den Beinen, andere ein Kribbeln. Alle haben aber eines gemeinsam: Sie haben den Drang, ihre Beine zu bewegen. Manche müssen mit ihren Beinen oder Füßen kreisen, andere Patienten können gar nicht anders, als bis in die tiefe Nacht hinein herumzulaufen. Denn Gehen ist oft das Einzige, was den Betroffenen hilft. Sie fühlen sich dann erleichtert und konnten diesem ungewöhnlichen Verlangen nachgeben, das die Beine in unruhige Nervenbündel verwandelt. Doch das Problem ist damit nicht gelöst, denn irgendwann müssen sich auch die Beine ausruhen und der Mensch legt sich hin – spätestens dann beginnen die Symptome von Neuem. Oft geht das so lange, bis die Patienten vor Erschöpfung eingeschlafen sind – und das Nacht für Nacht.

Es gibt jedoch bei Restless Legs, wie bei jeder anderen Erkrankung auch, Abstufungen. Das Syndrom kann auch in abgeschwächter Form auftreten und den Alltag dann nicht ganz so schlimm belasten. Etwa zehn Prozent der Menschen in Deutschland leiden zumindest in leichterer Form und unregelmäßig daran. Ein kleiner Teil hat starke Beschwerden, die den Alltag massiv einschränken.

Restless Legs kann jeden treffen

Nicht nur ältere Menschen sind von dem Syndrom betroffen, auch viele junge Patienten leiden an Restless Legs. Ebenso trifft es häufig schwangere Frauen. Die allerdings haben den großen Vorteil, dass das Syndrom nach dem Ende der Schwangerschaft meist wieder verschwindet. Ein großer Teil der Betroffenen leidet länger an Restless Legs und probiert vieles aus – oft will aber nichts so richtig helfen.

Die Krankheit und das damit einhergehende Beschwerdebild sind außerdem bislang wenig erforscht. Die Ursache ist bis heute nicht klar. Schwangeren wird oft ein Mangel an Eisen und/ oder Magnesium diagnostiziert. Doch auch ein Ausgleich durch Nahrungsergänzungsmittel nützt wenig. Jene Menschen, die schon viele Jahre betroffen sind, haben diese Tipps meist schon beherzigt und häufig erfolglos angewandt. Klar scheint inzwischen, dass die Krankheit erblich sein kann. Hatte eines der Elternteile bereits Probleme mit unruhigen Beinen, so ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auch du früher oder später daran erkranken wirst.

Auch die Psyche spielt eine Rolle

Bislang wurden Rheuma und ein Mangel an Eisen und Vitaminen als mögliche Ursache von Restless Legs vermutet. Das würde zum Phänomen passen, von dem vor allem viele Schwangere plötzlich betroffen sind und bei denen die Krankheit ebenso schnell wieder verschwindet. Diese Personengruppe leidet nämlich am häufigsten unter Eisenmangel und benötigt zusätzliche Folsäure. Außerdem können bestimmte Medikamente (beispielsweise Antidepressiva) die Krankheit auslösen.

Mediziner vermuten aber zusätzlich, dass auch die Psyche eine bedeutende Rolle spielt. Eventuell bist du emotional und seelisch so stark belastet, dass dir dein Körper im Ruhezustand einen Streich spielt. Eine psychologische Unterstützung ist in jedem Fall ein Versuch wert und kann auch das körperliche Wohlbefinden wiederherstellen.

Ist eine Behandlung mit Dopamin gegen Restless Legs wirklich sinnvoll?

Die konventionelle Herangehensweise an das Restless Legs Syndrom ist die Gabe von Medikamenten mit teils erheblichen Nebenwirkungen. Bei starken Beschwerden wird dich dein Hausarzt vermutlich zum Neurologen schicken, der unter Umständen sogar mit L-Dopa ein Parkinson-Medikament verordnet. Aus unserer Sicht ist das die völlig falsche Herangehensweise. Warum mit Kanonen auf Spatzen schießen? Denn die Erklärung für deine Beschwerden ist eigentlich ganz einfach: Wir eröffnen mit der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht auch Patienten mit dem Restless Legs Syndrom eine andere Sichtweise auf ihr Leiden. Für uns liegt der Hauptgrund für die unruhigen Beine und die damit verbundenen Unruhezustände in einer überspannten muskulär-faszialen Struktur bei gleichzeitiger Inaktivität.

Zur Behandlung setzen wir genau dort an, wo die Überspannungszustände entstehen, nämlich an den überspannten Muskeln und Faszien, die im Gehirn einen Alarmschmerz auslösen. Du musst diese Beschwerden nicht zwingend mit Medikamenten unterdrücken. Wir behandeln unsere Patienten nach Liebscher & Bracht zunächst mit Osteopressur. Dabei signalisieren wir dem Gehirn über Impulse an der Knochenhaut, den Alarmschmerz abzustellen. Im zweiten Schritt leiten wir dich an, mit Übungen, die du zuhause oder in einer unserer Engpassdehnungsgruppen durchführen kannst, am Abbau deiner Überspannungen und an der Erschließung eines ausreichenden Bewegungspotentials zu arbeiten. Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass deine Muskeln und Faszien ausreichend mit den Nährstoffen versorgt werden, die du für eine reibungslose Funktion brauchst. Unserer Vorstellung nach ist der Schmerz und die nervöse Unruhe bei Restless Legs nichts anderes als eine Art Hilferuf deines Körpers, die einseitige Überlastung und die Unnachgiebigkeit deiner Muskulatur abzubauen. Wir zeigen dir gerne, wie du das leicht und schnell – und vor allem ohne Medikamente – nachhaltig erreichen kannst.

Kleiner Exkurs nach Liebscher & Bracht in die Schmerztheorie: Wie entstehen Schmerzen?

Der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht liegt ein bestimmtes Schmerzverständnis zugrunde. Danach spielen bei Schmerzen aller Art – auch bei Schmerzen und unangenehmer Unruhe wie bei Restless Legs – muskulär-fasziale Überspannungszustände eine tragende Rolle. Doch wie kommt es dazu? Die Natur hat uns Menschen mit einem einzigartigen Bewegungssystem ausgestattet. Es verhilft uns zu einem ungeheuren Potential, die unterschiedlichsten Bewegungen durchzuführen. Doch wie sieht unser Alltag tatsächlich aus? Wahrscheinlich kannst du diese Frage für dich auch so oder so ähnlich beantworten: Wir sitzen die meiste Zeit des Tages, bewegen uns einseitig und gleichförmig. Dabei verfügen wir über ein System aus Knochen, 656 Muskeln und zugehörigen Faszien, das nur zu einem geringen Prozentsatz ausgenutzt wird. Nur etwa zehn Prozent unserer Gelenkwinkel nutzen wir tatsächlich. Unser Alltag ist also wesentlich von nicht ausreichender Bewegung durch meist sitzende Tätigkeit geprägt. Und das bleibt nicht ohne Folgen.

Unser Gehirn prägt sich die auf ein Minimum reduzierten Bewegungsmuster ein. In den sogenannten Basalganglien werden die am häufigsten verwendeten Muster gespeichert. So können wir in unserem Alltag Bewegungen schneller und präziser umsetzen. Anspannung und Dehnung von Muskeln und Faszien werden folglich hier festgelegt. Immer dann, wenn wir uns bewegen, erfolgt dieses Wechselspiel von Dehnung und Anspannung. Wenn wir dieses Potential nur minimal ausschöpfen, dehnen wir Muskeln und Faszien nicht vollständig. Sie reagieren mit Überspannung und werden immer unnachgiebiger. Dem Wechselspiel von Anspannung und Dehnung folgend, versuchen die Antagonisten dagegen zu spannen. Kein Wunder, dass in der Summe ein hohes Maß an Kraftwirkung entsteht, das sich auf die Gelenkstrukturen auswirkt. Verschleiß tritt auf, und dieser Verschleiß wird über Rezeptoren in der Knochenhaut als Bedrohungssignal an das Gehirn weitergeleitet. Im periaquäduktalen Grau, einem Bereich im Mittelhirn, wird das Signal empfangen und ein Schmerz wird geschaltet. Dieser Schmerz ist ein Alarmsignal unseres Körpers, den wir als solchen wahrnehmen sollten. „Strukturverschleiß stoppen!“, lautet seine Botschaft – auch im Zusammenhang mit Restless Legs.

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1. Entstehung: Wie kommt es zu Restless Legs?

Einigen Patienten ist es mitunter gar nicht bewusst, dass ihre Beschwerden mit dem Restless Legs Syndrom (RLS) zusammenhängen können. Die Anzahl der Personen, die unter dem Restless Legs Syndrom leiden, ist relativ hoch. Es ist überaus quälend, da die Betroffenen aufgrund von unkontrollierten Beinbewegungen nicht einschlafen oder durchschlafen können. Die Bezeichnung „Restless Legs“ bedeutet unruhige Beine, was sich in einem ständigen Ziehen, Kribbeln oder Bewegungsdrang äußert. Diese nervösen Beschwerden treten nur dann auf, wenn der Patient zur Ruhe kommt und sich eigentlich erholen müsste. Doch aufgrund dieser ständigen Störungen durch Bewegungen, einem Kribbeln oder Ziehen, ist die nötige Ruhephase gestört und der Patient erwacht statt ausgeruht unausgeschlafen und „gerädert“.

1.1. Was ist das Restless Legs Syndrom?

Manche Betroffene plagen sich viele Jahre lang mit diesen Beschwerden herum, weil sie es nicht für eine Erkrankung halten oder sie fürchten, dass sie damit keine Hilfe bei einem Arzt finden können. Dabei gehört das RLS inzwischen zu den häufigsten Nervenleiden in der Bundesrepublik. Es tritt im Bett oder während ruhiger Tätigkeiten auf, wie etwa bei langem Sitzen, beim Autofahren oder bei Menschen, die vorwiegend sitzend arbeiten. Es leiden mehr Frauen als Männer an diesem Syndrom, und in den zurückliegenden Jahren mehren sich die Hinweise darauf, dass diese Krankheit auch von den Eltern an die Kinder vererbt werden kann. Meist sind Erwachsene ab dem 30. Lebensjahr betroffen. Allerdings können auch schon Kinder oder Jugendliche darunter leiden. Bei ihnen wird allerdings das Syndrom öfter als Wachstumsschmerzen abgetan oder als Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) verkannt. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Bevölkerung inzwischen fünf bis zehn Prozent vom RLS Syndrom betroffen sind. Neben den Beinen können hin und wieder auch die Arme in Mitleidenschaft gezogen sein. Das wirkliche Leiden entsteht bei dieser Erkrankung nicht durch die Bewegung der Beine, sondern durch die Störung der Nachtruhe. Der Körper kann sich einfach nicht mehr erholen und der Betroffene ist den ganzen Tag hinweg müde und abgespannt, wobei er genau weiß, dass er sich auch nicht in der nächsten Nacht erholen kann. Dies kann zu anderen schwerwiegenden Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen führen.

1.2. Restless Legs Syndrom – typische Symptome

Die Symptome sind meist eindeutig, denn die RLS-Patienten leiden unter einem außergewöhnlichen Bewegungsdrang in ihren Beinen. Vergleichsweise selten treten die Beschwerden auch in den Armen auf. Gleichzeitig kommt es häufig zu einem kribbelartigen Empfinden, als würden kleine Insekten über die Haut laufen. Es können aber auch Schmerzen in den Beinen auftreten, wobei hier oftmals die Waden betroffen sind. Selten findet sich der Schmerz auch in den Oberschenkeln. Die Beschwerden quälen die Betroffenen im Wachzustand. Besonders stören die Beschwerden dann, wenn man sich eigentlich ausruhen oder sogar einschlafen will. Dann verhindern sie einen tiefen und erholsamen Schlaf, was langfristig beim Patienten zu einem Burnout Syndrom führen kann. Die Betroffenen fühlen sich im Tagesverlauf irgendwann nicht mehr in der Lage, ihre Aufgaben und Verpflichtungen zu bewältigen. Das Arbeiten wird zur Qual und die Leistungsfähigkeit der Patienten lässt immer mehr nach. Die Einschränkung kann zu tiefgreifenden Veränderungen führen und den Alltag deutlich belasten. In besonders ausgeprägten Fällen erschwert das RLS das berufliche oder gesellschaftliche Leben, da die Betroffenen kaum mehr stillsitzen können, was auch zu peinlichen Situationen führen kann. Zudem steigt das eigene Unfallrisiko, beispielsweise während der Autofahrt, da es zu Konzentrationsschwächen kommt. Deshalb entwickeln einige Patienten in Folge des Restless Legs Syndroms ganz unterschiedliche Angsterkrankungen.

1.3. Die Ursachen für Restless Legs

Die komplette Ursache für das Restless Legs Syndrom ist bisher noch nicht geklärt, allerdings sind Wissenschaftler dem Phänomen auf der Spur. Fest steht, dass es in praktisch jeder Altersgruppe wie auch bei beiden Geschlechtern auftritt. Jedoch handelt es sich dabei vorwiegend um Menschen, die älter als dreißig Jahre sind. Aber auch die Genetik spielt hierbei eine Rolle – man geht davon aus, dass rund 60 Prozent der diagnostizierten Fälle genetisch bedingt sind. Die entsprechenden Gene werden von Eltern auf die Kinder übertragen, wobei die nächste Generation meist mehr unter dem Problem zu leiden hat. Wissenschaftler konnten bisher vier Risiko-Gene für den Ausbruch der Restless Legs Erkrankung identifizieren. Die anderen rund 40 Prozent dieser Fälle lassen sich auf andere Ursachen festlegen, wie hormonelle Störungen oder ein gestörter Eisenstoffwechsel. Aber auch abgesetzte Medikamente, rheumatoide Arthritis oder Nierenbeschwerden können eine Rolle spielen. Andere Experten gehen davon aus, dass bei den Betroffenen der Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn gestört ist, was für die Restless Legs verantwortlich ist. Die konventionelle Therapieform ist die Einnahme von Medikamenten, um die Symptome, also das nervöse Beinzucken, zu lindern. Manche Ärzte setzen zudem auf Waldläufe, um die Beine auszulasten oder auch auf medizinische Massagen.

1.4. Die Liebscher & Bracht Methode bei Restless Legs

Das Team der Schmerzspezialisten von Liebscher & Bracht verlässt sich bei verschiedenen Erkrankungen wie dem Restless Legs Syndrom nicht auf die konventionellen Heilmethoden, weil diese lediglich die Symptome beseitigen, aber nicht die Ursache bekämpfen. Daher kehren die Symptome sofort zurück, sobald die Wirkung der Medikamente nachlässt. Nach Liebscher & Bracht qualifizierte Schmerztherapeuten gehen dagegen neue Behandlungswege, um die Ursachen der Leiden direkt anzugehen. Dabei kommen verschiedene Therapien zum Einsatz, wobei sich die Osteopressur besonders eignet. In Kombination mit verschiedenen Übungen, die auf das jeweilige Krankheitsbild zugeschnitten sind und mit der bewährten Faszienroll-Massage können wir bei Schmerzpatienten sehr gute Behandlungserfolge vorweisen. Mit der Osteopressur konnten wir bereits bei Patienten mit ganz unterschiedlichen Schmerzen oft erstaunliche Erfolge erzielen durch unsere einzigartige, innovative Schmerzbehandlung.

1.5. Restless Legs Syndrom mit einer Behandlung nach Liebscher & Bracht an der Wurzel packen

Die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht haben für diese auslaugende und langwierige Erkrankung des RLS einen neuen, sehr effizienten und dabei nachhaltigen Behandlungsweg gefunden. Dieser beinhaltet die Osteopressur, bei denen der Schmerztherapeut verschiedene der 72 wichtigen Körperpunkte anspricht, um Schmerzen durch unnachgiebige und überforderte Muskeln und Faszien gezielt zu beeinflussen. Bei dieser Schmerztherapie geht es vorrangig darum, dem Körper über das Lösen von verfestigten Überspannungszuständen die Chance zur Selbstheilung zu geben.

Dafür können die Osteopressur-Punkte auf dem Körper genutzt werden. Aber auch die Massagen und Übungen mit der Faszien-Rolle können bei dieser speziellen Erkrankung eine sehr gute Wirkung entfalten. Dabei geht es weniger um die Schmerzbehandlung, als um den Ausgleich der Körperfunktionen, die das Leiden oftmals bedingen. Daher zeigen oberflächliche Therapien auch beim Restless Legs Syndrom kaum eine nachhaltige Wirkung, denn die Ursachen liegen einfach tiefer und müssen daher unserer Einschätzung nach durch ganz spezielle Übungen in Kombination mit Osteopressur behoben werden. Denn nur wenn die Ursache beseitigt wurde, kann der Körper wieder einen gesunden Schlaf finden statt durch ruhelose Beine die ganze Nacht wach zu liegen.

2. Symptome bei Restless Legs

Viele kennen es nur zu gut: Sie wachen nachts auf, Sie wissen nicht genau, was mit Ihren Beinen geschieht. Manche empfinden es wie Krabbeln, andere fühlen ein Reißen, Stechen oder Ziehen. Dabei handelt es sich immer um dieselbe Krankheit. Doch wie sie sich äußert, variiert. Es ist ein zu oft unterschätztes, aber ernstzunehmendes Beschwerdebild, das stetig an Intensität weiter zunehmen kann. Mittlerweile geht man davon aus, dass circa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung von Restless Legs betroffen sein dürften. Restless Legs belasten den Erkrankten auf vielfältige Art und Weise. Sie kann die Lebensqualität vermindern, Betroffene einengen, den Alltag weitgehend bestimmen. Dabei sind bei dieser neurologischen Erkrankung meist die Beine betroffen- doch auch die Arme können erkranken.

Die genauen Ursachen dieser Erkrankung sind bislang weitgehend unbekannt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Es gibt starke Hinweise, dass die Erkrankung erblich bedingt sein kann. Die Ärzte unterscheiden grundsätzliche zwei Formen der Restless Legs:

  • Idiopathisches Restless Legs Syndrom – hier sind die Ursachen unbekannt.
  • Sekundäres Restless Legs Syndrom. Hier handelt es sich um die Folge einer anderen Erkrankung bzw. Veränderung wie z.B. Eisenmangel, Diabetes mellitus, multiple Sklerose, Zöliakie, Parkinson, Depressionen oder Angststörungen.

Das Leid der Patienten ist oft sehr groß und kann sich, falls die Symptome nicht behandelt werden, zu einem unerträglichen Dauerzustand steigern. Doch wer aufmerksam ist und die Symptome erkennt, kann sich behandeln lassen und sich ein großes Stück seiner Unbeschwertheit und Lebensqualität zurückholen.

2.1. Auf welche Symptome sollten Sie achten?

  • Sie empfinden einen hohen Bewegungsdrang in den Beinen. Dieser tritt vorwiegend im Ruhezustand auf. Der Drang kann durch ein unangenehmes Gefühl begleitet werden. Seltener sind auch Arme hiervon betroffen.
  • Es können Schmerzen auftreten in Form von Druck in den Beinen, Ziehen, Nadelstiche oder ein Krabbeln in den Adern – so als würden Ameisen auf den Beinen krabbeln.
  • Bei manchen Patienten kann es auch zum Zittern kommen.
  • Diese Beschwerden treten vor allem in der Wade auf, Oberschenkel sind weniger betroffen.
  • Durch gezielte Bewegung der schmerzenden Regionen bessert sich der Zustand vorübergehend.
  • Wer nachts mit diesen Beschwerden erwacht, muss oft aufstehen und gezielt die betroffene Muskulatur bewegen.
  • Der Bewegungsdrang ist abends oder nachts schlimmer als tagsüber. Sie können zum Teil tagsüber ein Nickerchen halten, während Sie in der Nacht sehr unruhig sind. Wer bereits unter starken Symptomen leidet, nimmt diese teils gar nicht mehr wahr. In diesem Fall ist ein Handeln unumgänglich.
  • Durch die nächtliche Unruhe sind die betroffenen Patienten oftmals am Tage von der Müdigkeit geplagt. Sie sind dadurch in Ihrer Aufmerksamkeit und Konzentration eingeschränkt. Es drohen außerdem chronische Schlafstörungen.
  • Betroffene leiden tagsüber oft darunter, dass sie nicht über längere Zeit stillsitzen können. Stundenlanges Sitzen bei der Arbeit, in der Bahn oder im Auto fällt Ihnen zunehmend schwer.

Selten können auch Kinder bereits unter Restless Legs leiden. Dies wird oft vorschnell als Wachstumsschmerz abgetan. Aufgrund des starken Bewegungsdrangs fällt hier irrtümlicherweise häufig auch der Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS). Eltern sollten auf jeden Fall achtsam sein und im Zweifelsfall ihre Kinder neurologisch untersuchen lassen.

2.2. Wie können die Beschwerden gelindert werden?

Sollten Sie den Verdacht auf Restless Legs haben, zögern Sie nicht, sich an Ihren Arzt zu wenden. Mithilfe einer neurologischen Untersuchung sowie einer Blutkontrolle, kann die Diagnose zügig und sicher erfolgen. Wenn sich die Diagnose „Restless Legs“ bestätigt, können Sie schnell dauerhaft die Beschwerden lindern.

Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen vermutlich in einem ersten Schritt Eisentabletten verordnen. Es ist eine gesicherte Diagnose, dass Eisenmangel Restless Legs begünstigt oder sogar auslösen kann. Sollte Ihr Eisenspiegel 50 Mikrogramm unterschreiten, sollte eine zusätzliche Eisengabe erfolgen. Außerdem sollte in einer weiterführenden Untersuchung der Grund für Ihren Eisenmangel geklärt werden.

Zudem gibt es mehrere Dopaminprodukte, die ebenfalls ärztlich verordnet werden können. Man unterscheidet dabei zwischen Tabletten, die im Bedarfsfall eingenommen werden, sowie Tabletten oder Pflaster, die für den täglichen Bedarf geeignet sind.

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3. Ursachen von Restless Legs

Woher kommt dieses Phänomen? Sie möchten nach einem sehr anstrengenden Tag auf dem Sofa ausspannen oder gehen früh zu Bett. Doch Ihr Körper macht Ihnen einen Strich durch die Rechnung, denn die Beine kommen einfach nicht zur Ruhe. Stattdessen spüren Sie den Drang, eben diese zu bewegen. Dann leiden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit unter Restless Legs. Viele Krankheitsbilder sind heute umfassend erforscht – das Restless Legs Syndrom allerdings ist für die Wissenschaft noch immer weitestgehend ein Rätsel. Die Schmerzspezialisten Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht haben ein eigenes Erklärungsmodell für die Schmerzen, das dabei vor allem muskulär-fasziale Überspannungen im Vordergrund sieht. RLS entsteht, wenn muskulär-faszialer Stress, Überspannung in Muskeln und Faszien bei gleichzeitiger Inaktivität dazu führen, dass der Körper sich selbst helfen möchte. Dieser körperliche Widerspruch erzeugt dieses unangenehme Kribbeln auf der Haut und die Nervosität in den Gliedmaßen. Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit solchen Beschwerden, dass oft ein bestimmter Hintergrund vorhanden ist: Durch muskuläre Überspannung können die Nerven abgedrückt werden. Ziel einer Behandlung sollte es also sein, diese Spannungszustände nicht durch Medikamente zu unterdrücken, sondern an ihrer Ursache, der muskulär-faszialen Überspannung, zu arbeiten. Kommen Sie also in Bewegung, regen Sie die Durchblutung an. Gehen Sie abends kurz vorm Schlafengehen nochmal eine Runde spazieren, dann können Sie diesen Symptomen entgegenwirken. Vielen unserer Patienten ist das bereits gelungen. Wir zeigen Ihnen gerne, was wir mit Osteopressur und den Übungen nach Liebscher & Bracht dafür tun können, damit Sie das RLS endlich loswerden.

Ihre Beine werden dann unruhig, wenn die Zellen in Muskeln und Faszien nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Dann heißt es: Muskulatur aktivieren, spazieren, walken, joggen, dehnen und Muskulatur und Faszien über gezielte Engpassdehnungen für die Beine aktivieren, damit wieder eine bessere Nährstoffversorgung stattfinden kann.

Die nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerzspezialisten warnen davor, bei Restless Legs zu neurologischen Medikamenten wie dem L-Dopa zu greifen, das auch bei Parkinson verordnet wird. Vielmehr raten sie dazu, zunächst mit Hilfe von Osteopressur und speziellen Übungen an den Spannungszuständen des Körpers zu arbeiten. Ob es sich bei den Ursachen der unruhigen Beine um Krampfschmerzen oder neurologische Rückkopplungsmechanismen handelt, bleibt für diese Form der Therapie zunächst unerheblich.

3.1. Schwangerschaft und Wechseljahre können Auslöser sein

Das Syndrom tritt häufig plötzlich im Leben in Erscheinung und verschwindet dann ebenso eilig wieder. Viele Schwangere kennen das Kribbeln in den Beinen am Abend und den Drang, laufen zu müssen. So geht es auch vielen Frauen in den Wechseljahren. Vermutet wurde also zunächst, dass es sich um einen Mangel handelt, den der Körper auf diese Weise aufdeckt: Folsäure und Magnesium sollten zusätzlich eingenommen werden. Aber auch der Eisenwert kann „im Keller“ sein. Aufklärung bringt ein Bluttest, den Sie bei Ihrem Arzt jederzeit verlangen können, wenn Sie Beschwerden haben. Aber nur bei den wenigsten Patientinnen bringt die zusätzliche Einnahme von Mineralstoffen und Vitaminen tatsächlich Besserung. Die gute Nachricht daran: Restless Legs verschwinden nach der Geburt und am Ende des Hormonumschwungs häufig von selbst.

3.2. Restless Legs oft erblich bedingt

Als faktisch erwiesen gilt inzwischen die Annahme, dass das Restless Legs Syndrom tatsächlich erblich bedingt sein kann. Die Schlafstörung tritt mit deutlich erhöhter Wahrscheinlich bei Ihnen auf, wenn bereits „blutsverwandte“ Familienmitglieder betroffen sind oder waren. Leiden Sie selbst an diesem Syndrom, so haben Ihre eigenen Kinder ein etwa doppelt so hohes Risiko daran zu erkranken, wie andere Kinder. Außerdem fanden Wissenschaftler heraus, dass die Krankheit fast bei allen Patienten erst kurz vor dem 30. Lebensjahr und damit relativ spät erstmals auftritt. Kinder sind so gut wie nie betroffen. Außerdem kann es zu so genannten Schüben kommen, d.h. die Krankheit flacht in ihrer Ausprägung immer mal wieder ab, um in einer anderen Phase als besonders ausgeprägt zurückzukehren. Diese Phasen wechseln sich ab.

3.3. Medikamente können Auslöser sein

Wenn Sie ein Antidepressivum nehmen, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass auch dieses Medikament mit seinen Wirkstoffen für Ihr Leiden mitverantwortlich sein kann. Ein Wechsel des Medikaments kann hier oft schon eine Lösung sein. Für alle anderen Patienten gilt es, sich in Geduld zu üben. Mediziner erproben immer neue Wirkstoffe, die den meisten Betroffenen sehr gut helfen. Chemische Medikamente jedoch, die nur die Symptome bekämpfen, können auf Dauer mehr schaden als nutzen. Die Erkrankung gilt längst noch nicht als ausreichend erforscht, und ihre Ursachen sind noch immer unklar. Dass es eine Erbkrankheit sein kann, scheint erwiesen. Doch noch immer ist offen, weshalb auch die Hormone eine entscheidende Rolle bei der Entstehung spielen und die Krankheit erst so spät auftritt. Zwar ist klar, dass die meisten Schwangeren oftmals einen Mangel an Eisen und Magnesium haben und vermutlich daher an Restless Legs leiden. Weshalb die Beschwerden aber nach der Geburt verschwinden, ist nicht geklärt.

4. Behandlung: Was Sie gegen das Restless Legs Syndrom auch ohne Dopamin tun können

Viele Patienten mit Restless Legs Syndrom bewegen ihre Beine unbewusst. Sie spüren, dass genau dadurch eine Linderung der Beschwerden und des unangenehmen Kribbelns eintritt. Möglichst viel Bewegung hilft tatsächlich, und diese Entdeckung gab der Erkrankung letztlich auch ihren Namen. Ruhelos wirken unsere Beine, wenn wir sie immer wieder nachts bewegen, im Bett herumzappeln und die Beine immer wieder umlagern. Es ist aber kaum möglich, ständig in Bewegung zu bleiben, schließlich wäre dann an einen erholsamen Schlaf kaum zu denken. Viele Patienten sehnen sich nach Ruhe und danach, die Beine still halten zu können, auch ohne dass die quälenden Beschwerden dann erneut auftreten.

Bevor Sie bei unruhigen Beinen und weitergehenden Beschwerden wie Schlafstörungen zu Beruhigungsmitteln oder gar Parkinson-Medikamenten greifen, sollten Sie zunächst unbedingt einen anderen Weg einschlagen. Wir wissen aus unserer langjährigen Erfahrung heraus: Eine Behandlung mit Osteopressur in Verbindung mit gezielten Übungen gegen die krankhaften Überspannungszustände kann sehr effizient gegen Restless Legs wirken. Denn Spannungszustände, Stress und negative Erregung lösen im Gehirn einen Alarm aus, der vor weitergehenden Schäden an den körperlichen Strukturen durch Überspannungen warnen soll. Durch gezielte Impulse an der Knochenhaut über Osteopressur tragen wir dazu bei, dass der Alarmschmerz, der durch die Überspannungen im Gehirn ausgelöst wird, abgeschaltet wird. Meist erreichen wir über Osteopressur bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Besserung der Beschwerden. Diese Erfahrungen machen wir auch in der Behandlung des Restless Legs Syndroms.

Für die dauerhafte Lockerung Ihrer Muskeln und Faszien und für den Abbau von Spannungszuständen in den muskulär-faszialen Strukturen können Sie selbst etwas tun, indem Sie die Übungen zur Engpassdehnung, die wir Ihnen gerne zeigen, in Ihren Alltag mit einbauen. Dazu ein wenig Wellness für die Beine: Spazieren gehen, Bürstenmassagen, Warm-Kalt-Duschen – dabei immer darauf achten, am Ende mit kaltem Wasser aufzuhören. Massagen fördern die Dehnung und Lockerung ihrer unnachgiebigen Muskeln und verklebten Faszien. Sie können zudem durch Kalium- und Magnesiumpräparate, die Ihnen Ihr Arzt verordnen kann, Ihre Ernährung ergänzen. Probieren Sie doch einmal aus, ob auch Ihnen die Behandlung des Restless Legs Syndroms nach Liebscher & Bracht Linderung bringt. Wir wissen, dass wir helfen konnten – und das ohne Medikamente!

4.1. Wie geht die Schulmedizin an Restless Legs heran?

Die konventionelle Herangehensweise in der Medizin an das RLS nimmt mögliche Grunderkrankungen in den Blick, die Restless Legs auslösen können und versucht zunächst, diese auszuschließen. Das kann etwa die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus sein. Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel können die empfindlichen Nervenenden in den Füßen zerstört werden, bis sich die Schädigung mehr und mehr durch das Kribbeln und Brennen bemerkbar macht. Oftmals werden Medikamente verordnet, die teils erhebliche Nebenwirkungen haben können.

Manchmal wird auch ein Eisenmangel als Erklärung herangezogen, der durch Eisengabe gemindert werden soll. Das RLS kann auch durch einige Medikamente entstehen, die als Nebenwirkung zu körperlicher Unruhe führen, etwa Psychopharmaka. Diese sollten dann ausgetauscht werden. Eine Veränderung der Medikation sollte in diesem Falle nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Dopamin gegen die Restless Legs – macht das wirklich Sinn?

Die Schulmedizin behandelt Restless Legs oftmals mit dopaminhaltigen Medikamenten. Diese führen dem Körper den Botenstoff Dopamin zu – etwa mit L-Dopa. Hierbei handelt es sich eigentlich um ein Parkinsonmedikament. Alternativ kommen Tabletten zum Einsatz, die Dopamin-ähnliche Wirkstoffe beinhalten. Forscher gehen davon aus, dass Dopamin deswegen lindernd wirkt, weil es den gestörten Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn der Betroffenen wieder ausgleicht. Das Dopamin ist an der Erregungsweiterleitung der Nervenzellen beteiligt. Wenn es nicht ausreichend zur Verfügung steht, können Empfindungsstörungen auftreten. Dies soll die Gabe von Dopamin oder vergleichbaren Stoffen verhindern.

Wir dürfen aber nicht vergessen, dass dem Körper damit Stoffe zugeführt werden, die im Gehirn zahlreiche und noch nicht vollständig erforschte Wirkungen entfalten. So kann ein Zuviel an Dopamin auch Psychosen auslösen. Schließlich erhalten psychisch Kranke mit Psychosen häufig Dopamin-Hemmer (Neuroleptika). Die genaue Dosierung ist also eine Gratwanderung und muss exakt auf den Einzelfall abgestimmt werden. Ein weiteres Problem: Es kann eine sogenannte Augmentation eintreten. Das bedeutet, dass der Körper sich an das Medikament gewöhnt und die Restless Legs Beschwerden wieder zunehmen, trotz Medikamenteneinnahme. Die Symptome können sich sogar vorverlagern und treten nicht mehr nur nachts auf, sondern schon am frühen Abend. Das sollte natürlich nicht Sinn einer Therapie sein.

Kommen nun statt Dopamin nur Dopamin-Agonisten zum Einsatz, also Stoffe, welche die gleichen Rezeptoren aktivieren, dann soll das Risiko des Gewöhnungseffekts geringer sein. Ob das wirklich stimmt, konnte mit Studien aber noch nicht belegt werden. Ein neuer Ansatz ist die Verwendung von Pflastern, die die Dopamin-Ersatzstoffe über die Haut in den Körper leiten. Auch hier können Probleme auftreten, etwa Hautreizungen.

Therapie mit Opioiden

Wenn Sie die Dopamin-haltigen Medikamente nicht vertragen und auch die Agonisten nicht helfen, dann nutzen Schulmediziner Opioide als Mittel der zweiten Wahl. Das können die Schmerzmittel Tramadol oder Tilidin sein. Diese Medikamente werden als Tabletten, Tropfen oder Pflaster zum Aufkleben zugeführt. Aber was sind eigentlich Opioide? Gemeint sind damit chemische Substanzen, die dem Morphium ähneln. Sie aktivieren Opioid-Rezeptoren im Gehirn. Dadurch wirken sie schmerzlindernd, können aber auch euphorisierend oder sedierend wirken. Kein Wunder, dass solche Mittel unter Abhängigen auch als Droge konsumiert werden. Aber lassen Sie uns die Nebenwirkungen dieser Substanzen noch etwas genauer betrachten. Sie können zu Verstopfung führen, zu Erbrechen und Übelkeit, die Atmung stören und vor allem bei älteren Menschen eine sehr unangenehme Verwirrtheit hervorrufen.

Weitere Medikamente

Wenn die Opioide zu viele Nebenwirkungen entfalten oder nicht vertragt werden, haben Schulmediziner noch eine Medikamentengruppe parat: Kalziumkanalmodulatoren wie Gabapentin. Sie beeinflussen die Calziumkanäle im Nervensystem. Der Wirkstoff soll eigentlich Epilepsie-Patienten helfen oder wird bei starken Nervenschmerzen verabreicht. Was macht er genau im Körper? Gabapentin blockiert die Calcium-Kanäle der Zellen, sodass kein Calcium mehr in die Nervenzellen einströmt. Dadurch wird eine Aktivierung der Zelle verhindert, und sie kann ankommende Schmerzsignale nicht mehr weiterleiten. Normalerweise kommt ein Impuls bei einer Nervenzelle an und diese wird aktiviert. Es strömt Calcium ein und die Zelle gibt das Signal weiter. Gabapentin hemmt diesen Prozess. Nebenwirkungen sind aber Erbrechen und Übelkeit, Müdigkeit, Bewegungsstörungen, Empfindungsstörungen oder Nervosität.

Was können Sie als Patient sonst noch zur Linderung beitragen?

Muss es immer gleich die Einnahme von Medikamenten sein? Sie können selbst auch etwas beitragen, um Ihre Beschwerden zu verringern und Ihren Alltag wieder leichter zu machen.

  • Essen Sie ausgewogen und gesund. Achten Sie auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr.
  • Versuchen Sie ggf. etwas Gewicht zu reduzieren. Übergewicht kann Restless Legs begünstigen.
  • Achten Sie auf ausreichende und regelmäßige Bewegung in Ihrem Alltag. Vielleicht können Sie z.B. auch während Ihrer Arbeit körperliche Bewegung einbauen?

Ein gleichbleibender Tag- und Nachtrhythmus trägt ebenfalls dazu bei, Ihre Beschwerden zu lindern.

🎥 In diesem Video erklärt Ihnen Dr. Petra Bracht noch mal die Ursachen des Restless Legs-Syndroms und was Sie dagegen tun können:

Anleitung: Das musst du machen, um deine Schmerzen loszuwerden

✅ Schritt 1: Wie stark sind deine Schmerzen?

💬 Ich habe (starke) Schmerzen, aber ich kann die im Video gezeigten Übungen einigermaßen ausführen.

Mache direkt mit Schritt 2 weiter.

Du musst keine Angst haben, wenn du die Übungen nicht so perfekt ausführen kannst wie im Video -- das ist normal. Du kannst dich langsam und Stück für Stück an die Übungen herantasten. Du wirst während der Übungen ein Ziehen und Schmerzen spüren, aber auch hier musst du dir keine Sorgen machen, wenn die Schmerzen einigermaßen erträglich sind und du nicht gegenspannen musst.

zu Schritt 2

oder

💬 Ich habe so starke Schmerzen, dass ich die im Video gezeigten Übungen überhaupt nicht ausführen kann und mich durch den Tag quäle.

Suche einen Therapeuten auf.

Unsere Liebscher & Bracht-Therapeuten können deine Schmerzen mithilfe der Osteopressur in wenigen Sitzungen stark reduzieren oder sogar vollständig beheben.
Wichtig: Auch nach der Sitzung beim Therapeuten musst du die Übungen regelmäßig machen, damit du dauerhaft schmerzfrei bleibst.
Über unseren Therapeuten-Finder kannst du geeignete Therapeuten in deiner Nähe suchen.

Therapeuten suchen

 

✅ Schritt 2: Teste unsere Übungen und mache sie regelmäßig!

Unsere kostenlosen Schmerzfrei-Übungen kann jeder ganz einfach von zuhause aus mitmachen -- auch wenn du schon ein künstliches Gelenk hast. Du kannst selbst erfahren, wie deine Schmerzen nach und nach weniger werden. Wichtig ist, dass du die Übungen wirklich regelmäßig machst, damit du schmerzfrei wirst und auch bleibst:

✅ 6 Tage pro Woche
✅ 15 bis 20 Minuten pro Tag
✅ 2 bis 2,5 Minuten pro Übung
Weitere Infos dazu

Hier findest du die Übungen:

Auf unserem YouTube-Kanal findest du hunderte kostenlose Videos gegen deine Schmerzen. Abonniere diesen Gratis-Kanal, um regelmäßig neue Video-Übungen zu bekommen:

Zu den Video-Übungen

Hier findest du Hilfe und Erklärungen:

In unserem Schmerzlexikon findest du alle Erklärungen und Hilfe-Stellungen zu deinen Schmerzen: Wie entstehen sie und welche Übungen helfen am besten dagegen?

Zum Schmerzlexikon

✅ Schritt 3: Unsere Hilfsmittel unterstützen dich, die Übungen effektiver auszuführen!

Verschiedene Hilfsmittel, die wir speziell für unsere Übungen entwickelt haben, unterstützen dich dabei, schmerzfrei zu werden und zu bleiben. Alle Hilfsmittel bekommst du gebündelt in unserem großen Faszien-Set:

Das große Faszien-Set von Liebscher & Bracht

Alle Hilfsmittel im großen Faszien-Set von
Liebscher & Bracht:

✅ Unsere rote Dehnungsschlaufe: Wenn du die Dehnungen in den Videos noch nicht vollständig ausführen kannst, dann kannst du mit der Schlaufe die Dehnung langsam und Schritt für Schritt intensivieren.

✅ Unsere Faszienrollen & -kugeln wurden speziell zur Schmerzbehandlung entwickelt. Mit ihnen kannst du unsere Faszien-Rollmassagen optimal ausführen und so eine gesunde Spannung deiner Muskeln und Faszien unterstützen. Die unterschiedlichen Größen ermöglichen es dir, jeden Körperbereich zu erreichen. Erfahre mehr dazu auf unserer Seite über Faszienrollen.

✅ Unsere Schmerzfrei-DVD stellt dir die besten Übungsvideos zur Schmerzfreiheit für den ganzen Körper zur Verfügung.

Zum Faszien-Set