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Eine Frau sitzt auf einem Bett und zieht sich auf dem rechten Bein einen Kompressionsstrumpf gegen ihre Thromboseschmerzen im Bein an.

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Thrombose? 4 Alarm-signale, die du kennen musst

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Eine Frau sitzt auf einem Bett und zieht sich auf dem rechten Bein einen Kompressionsstrumpf gegen ihre Thromboseschmerzen im Bein an.

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Thrombose? 4 Alarm-signale, die du kennen musst

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Wenn sich in Venen oder Arterien einzelne Blutplättchen verklumpen und zu einem Gerinnsel verdichten, spricht man von einer Thrombose. Sie kann in jeder Körperregion auftreten und sich still und heimlich ihren Weg durch den Körper bahnen. Die Thrombose ist daher eine der häufigsten und gefährlichsten Gefäßerkrankungen überhaupt und kann unbehandelt lebensgefährliche Folgen haben.

Besonders tückisch: Viele Symptome sind zunächst scheinbar unspezifisch. Damit Schlimmeres vermieden werden kann, solltest du erste Anzeichen deshalb immer ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. In diesem Artikel beschreiben wir die vier häufigsten Symptome, die auf eine Thrombose im Bein hinweisen und verraten dir, was dir bei thrombosebedingten Schmerzen direkt helfen kann.

Anzeichen #1: Schmerzen und Schwellungen in den Beinen

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Aus heiterem Himmel durchschleicht ein ziehender Schmerz deine Beingegend? Vielleicht tut sogar das eine Bein mehr weh als das andere? Das könnte ein frühes Anzeichen für eine Beinvenenthrombose sein. Oft treten die ziehenden und krampfartigen Schmerzen urplötzlich auf und ähneln einem Muskelkater.

Hier solltest du besonders darauf achten, ob weitere charakteristische Beschwerden auftauchen: Typische Symptome sind zusätzliche Schwellungen im Waden- oder Knöchelbereich. Gesellt sich noch ein Schwere- und Spannungsgefühl im Unterschenkel dazu, könnte sich tatsächlich ein Blutgerinnsel in einer Beinvene gebildet haben. Sie kann so tief in der Muskulatur des Beines liegen, dass sie durch die Haut nicht direkt erkennbar ist.

Viele Betroffene beobachten, dass sich ihre Beschwerden bessern, sobald das betroffene Bein hochgelagert wird. In diesem Fall sollten die genannten Symptome definitiv mit einem Arzt abgeklärt werden.

Anzeichen #2: Verfärbte Beine

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Neben Spannungsgefühlen und Schmerzen in den Beinen, können auch optische Warnsignale eine Thrombose ankündigen. Häufig verfärbt der gestörte Blutfluss im Bein die betroffenen Regionen bläulich oder rötlich. Spürst du gleichzeitig ein auffälliges Wärme- oder Spannungsgefühl, solltest du dem Verdacht auf Thrombose dringend nachgehen.

Bedenke aber auch: Nicht immer sind die Symptome  so eindeutig, teilweise fehlen sie sogar ganz. Das macht es häufig schwer, eine Thrombose zu diagnostizieren und als solche direkt zu behandeln. Wer jedoch zu einer Risikogruppe gehört oder schon einmal eine Thrombose hatte, der sollte ganz besonders auf diese Symptome achten und auf die Empfindungen des eigenen Körpers hören.

Zu den Risikogruppen zählen vor allem Menschen mit einer Thrombose-Vorerkrankung, Darm- und Tumorerkrankungen, Schwangere, Raucher sowie Frauen, die mit der Anti-Baby-Pille verhüten. Wer viel und lange sitzt, zu wenig trinkt und unter Krampfadern leidet, sollte ganz besonders auf die hier genannten Warnsignale achten.

Anzeichen #3: Auffällig sichtbare Venen

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Wenn sich eine Thrombose in der Beingegend gebildet hat, zeigen sich oft eindeutig hervorgetretene Venen. Der Blutstau zwingt den Körper, die betroffene Stelle zu umgehen, sodass sich einige Venen mit der Zeit stärker abzeichnen.

Das Problem ist jedoch, dass thrombosebedingte Veränderungen der Venen oft mit Krampfadern verwechselt werden. Dabei können die unterschiedlichen Krankheitsbilder auch unabhängig voneinander auftreten.

Die deutliche Sichtbarkeit der Venen ist meistens ein Zeichen dafür, dass die Thrombose nicht urplötzlich aufgetreten ist, sondern sich über längere Zeit entwickelt haben könnte.

Die sogenannten „Warnvenen“ solltest du daher gut beobachten. Treten sie in Verbindung mit den oben genannten Anzeichen auf, raten wir dir, umgehend einen Arzt zu konsultieren.

Anzeichen #4: Schmerzen an der Fußsohle

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Auch die Fußsohle kann im Falle einer Beinvenenthrombose bei Druck mit starken Schmerzen reagieren. Häufig verstärkt sich ein Spannungsgefühl beim Auftreten und zieht vom Fuß bis in den Unterschenkel.

Reagiert deine Fußsohle schon bei leichtem Abtasten der Finger druckempfindlich? Und zeigt dein Bein weitere Symptome wie Schwere, Spannungen und Verfärbungen? Dann solltest du nicht zögern, diese Anzeichen ärztlich abklären zu lassen.

✅ Das kann dir bei thrombosebedingten Schmerzen helfen

Um einer Thrombose vorzubeugen, ist eines ganz besonders wichtig: bewegen, bewegen und nochmals bewegen! Besonders wer viel und lange sitzt, sollte seinen Beinen regelmäßig einen Ausgleich gönnen, um den Blutfluss und die Muskelpumpe auf Trab zu halten. Wenn du also im Büro zwischendurch mal die Beine hochlegst, tust du nicht nur etwas zur eigenen Entspannung, sondern reduzierst gleichzeitig dein Thrombose-Risiko.

Darüber hinaus ist es wichtig, den Körper mit ausreichend Wasser zu versorgen. Mindestens zwei Liter täglich solltest du trinken, um einer Blutverdickung vorzubeugen! Wer unter Thrombose leidet oder gefährdet ist, kann auch auf speziell angepasste Kompressionsstrümpfe zurückgreifen.

Du hast schon Thrombose oder bist besonders gefährdet? Dann möchten wir dir eine einfache Übung ans Herz legen. Sie kann die ärztliche Behandlung deiner Thrombose ergänzen und thrombosebedingte Schmerzen lindern. Wichtig: Unsere Thrombose-Übung ersetzt keine ärztliche Therapie! Sie versteht sich als unterstützende Selbsthilfe-Maßnahme für zuhause , die du bitte in jedem Fall vorab mit deinem Arzt besprechen solltest. Erhältst du grünes Licht, kannst du direkt loslegen.

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