Trigeminusneuralgie ohne Operation lindern

Alle Informationen zu den Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten von Trigeminusneuralgie

Frau mit Trigeminusneuralgie hat starke Gesichtsschmerzen

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Plötzlich einschießende, kaum aushaltbare Schmerzen in einer Gesichtshälfte, die von Sekunden bis zu zwei Minuten andauern können – das charakterisiert die Trigeminusneuralgie. Da es sich dabei um Schmerzen der größten bekannten Intensität handelt, befinden sich Betroffene unter einem enormen Leidensdruck. Nicht nur das physische Aushalten der Schmerzen ist qualvoll, sondern auch die dadurch entstehende psychische Belastung mit ständiger Angst vor erneuten Schmerzattacken, die alles andere zur Nebensache werden lassen.

Wenn Sie unter Trigeminusneuralgie leiden, würden Sie mit Sicherheit vieles dafür geben, um dieser Schmerzhölle dauerhaft zu entkommen. Doch obwohl sich über die vergangenen Jahre verschiedene Behandlungsmethoden entwickelt haben, finden einerseits viele diagnostizierte Patienten keinen passenden Ausweg aus ihrer Krankheit. Andererseits stimmen Betroffene oft zu früh einer einem riskanten operativen Eingriff zu.

Wir zeigen Ihnen, welche weiteren Behandlungsmöglichkeiten Sie haben und eröffnen Ihnen einen Weg, wie Sie Ihre Schmerzen mit Erfolg in den Griff bekommen können – ohne Medikamente, Operationen oder Nebenwirkungen.

Was ist eine Trigeminusneuralgie?

Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine neurologische Erkrankung des fünften Hirnnervs, der seinen Namen schon 1743 durch den dänischen Mediziner Jacob Benignus erhielt. Die Bezeichnung als Nervus trigeminus (Drillingsnerv) rührt daher, dass sich der Nervenstrang des Trigeminus in drei Hauptäste aufteilt, die als Gefühlsnerven jeweils zur Augenpartie, dem Ober- und Unterkiefer auslaufen. Am häufigsten sind dabei der zweite und dritte Trigeminusast betroffen, wodurch die Schmerzen in Wangen und Kinnpartie ausstrahlen.

Hierzulande leiden vier von 100.000 Menschen an Trigeminusneuralgie, Frauen minimal häufiger als Männer.

Krankheitsformen

Mediziner unterscheiden zwischen zwei Formen der Trigeminusneuralgie:

Kommt es im Rahmen einer anderen Erkrankung, wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder seltenen Tumoren, zur Entwicklung von Schmerzen im Gesicht, spricht man von einer symptomatischen Trigeminusneuralgie.

Von der asymptomatischen bzw. idiopathischen Form ist die Rede, wenn die Erkrankung ohne greifbare und erkennbare Ursache und unabhängig von anderen Störfaktoren auftritt. Daher handelt es sich bei der idiopathischen Trigeminusneuralgie um eine eigenständige Schmerzerkrankung, die vor allem Menschen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren heimsucht.

Allerdings ist beim Großteil der Betroffenen eine Druckschädigung des Trigeminus-Nervs durch Arterienschlingen nachzuweisen. In einem solchen Fall – so die herkömmliche Erklärung – wird der Nerv durch ein benachbartes Gefäß eingedrückt. Die dadurch entstehenden, lokalen Veränderungen der Nervenzellen können sich begünstigend auf die Schmerzentstehung auswirken. Wäre diese Druckschädigung die Ursache für die Gesichtsschmerzen, könnte auch hier von einer symptomatischen Form der Trigeminusneuralgie gesprochen werden. Da jedoch auch gesunde Menschen diesen Kontakt zwischen Trigeminus-Nerv und umliegenden Blutgefäßen aufweisen, muss davon ausgegangen werden, dass dies ein Risikofaktor, aber kein Grund und keine abschließende Erklärung für die Erkrankung ist.

Welche Symptome und Ursachen die Trigeminusneuralgie charakterisieren, lesen Sie in den folgenden Abschnitten dieses Textes. Ebenfalls werden verschiedene, nicht invasive Behandlungsmethoden der Krankheit vorgestellt, wie unser Behandlungsansatz nach Liebscher & Bracht, der ohne Schmerzmedikamente auskommt. Bevor Sie sich wegen einer Trigeminusneuralgie sprichwörtlich unter das Messer legen, sollten Sie auf jeden Fall ausprobieren, ob unsere Schmerztherapie Ihnen weiterhelfen kann. Aus jahrelanger Erfahrung können wir sagen: Unsere Therapie kann ein hilfreiches Instrument sein, die Schmerzen bei Trigeminusneuralgie in den Griff zu bekommen.

1. Entstehung: Wie kommt es zu einer Trigeminusneuralgie?

Unter einer Trigeminusneuralgie versteht man eine Schädigung oder Irritation des fünften Hirnnervs, dem sogenannten Trigeminusnerv. Dieser Nerv teilt sich in Höhe der Ohrläppchen in drei Verzweigungen auf und führt dann am Auge, am Oberkiefer und am Unterkiefer entlang. Wird der Nerv an einer Stelle gedrückt, kann er sich spontan entladen. Das führt zu einem anfallsartigen und sehr starken Schmerz in den Bereichen, die der Nerv versorgt: Augen und Stirn, Wangen, Kiefer und sogar Zähne. Sie spüren diesen Schmerz häufig nur in einer Gesichtshälfte.

1.1. Was irritiert den Trigeminusnerv?

Um zu verstehen, was bei der Trigeminusneuralgie genau passiert, betrachten wir zunächst die Funktion eines gesunden Nervs. Der Trigeminusnerv steuert Bewegungen unserer Kaumuskeln und die Sensibilität unseres Gesichts. Wenn wir uns über die Wange streichen und diese sanfte Berührung spüren, dann übermittelt der Trigeminusnerv die notwendigen sensorischen Informationen.

Auch die Stellung des Unterkiefers wird über den Nerv mitgeteilt, und so können wir Kaubewegungen besser abstimmen. Bei einer Neuralgie aber wird jeder kleine Reiz zur Herausforderung. In diesem Versorgungsgebiet können dann selbst minimale Reize den intensiven Schmerz auslösen. Eine leichte Berührung der Wange ist in diesem Fall kein angenehmes Streicheln mehr, sondern Ursache einer regelrechten Schmerzexplosion. Auch Zähneputzen oder nur das Sprechen können den Schmerz auslösen. Schon folgt der Schmerzanfall mit sehr heftigen Beschwerden.

Schulmedizinisch werden zwei Formen der Trigeminusneuralgie unterschieden: die klassische und die symptomatische Trigeminusneuralgie. Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?

Eine Überreaktion des bedrängten Nervs?

Innerhalb des Kopfes haben Nervenbahnen nur wenig Platz. Das Gehirn, Blutgefäße und die Nerven müssen mit diesem knappen Raum auskommen. Dabei kann es passieren, dass sie sich berühren. Das geschieht besonders an einer sehr empfindlichen Stelle – dem Pons, auch Brücke genannt. Dies ist der Gehirnteil, dem der Trigeminusnerv entspringt, und hier ist er anfällig für alle Art störender Einflüsse. Es kann ganz verschiedene Ursachen dafür geben, dass Reize zum störenden Einfluss für den Nerv werden, etwa der Druck durch umliegende Blutgefäße oder Erkrankungen.

Doch egal, was genau den Druck auslöst, er führt dazu, dass der Nerv überreagiert. Selbst kleine Berührungen springen dann auf die Schmerzfasern über, und das Gehirn wertet diese als blitzartige Schmerzattacken. 

Die klassische Trigeminusneuralgie

Im Kontext der klassischen Trigeminusneuralgie wird angenommen, dass ein krankhafter Kontakt zu einem Gefäß vorliegt. Das Gefäß bedrängt den Nerv, und es entsteht dadurch Druck auf den Nerv, der durch eine Myelinschicht geschützt wird. Diese besitzt eine ähnliche Funktion wie die Kunststoffummantelung bei Stromkabeln – sie schützt das Innere. Aber genau diese Schicht – die Nervenscheide oder Myelinschicht – wird geschädigt. Durch diese Schädigung verändern sich die Nervenzellen im Laufe der Zeit. Es entstehen regelrechte Kurzschlüsse, die Schmerzen begünstigen. Ist der Nerv übersensibel und kann durch kleine Reize so intensiv stimuliert werden, dass der schlimme Schmerz entsteht, liegt eine klassische Trigeminusneuralgie vor.

Mit zunehmendem Alter kann diese Neuralgie häufiger auftreten, denn durch die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) werden die Blutgefäße dicker und starrer. Ist also der Nerv von einer Arterie umwickelt oder wird er von einer Arterie bedrängt, muss das noch nicht zu Problemen führen. Wird die Arterie aber breiter und dicker, kann sie den Nerv abschnüren. Sie durchdringt die isolierenden Schichten, die normalerweise zwischen den Blutgefäßen und den Nerven liegen, und dann tritt die Neuralgie auf. Diese Erklärung lässt aber Fragen offen. Denn der Kontakt zwischen Gefäß und Nerv und die Kompression des Nervs durch Arterienschlingen besteht oft auch bei Personen ohne Trigeminusneuralgie. Der Gefäß-Nerven-Kontakt kann also ein Risikofaktor für die Trigeminusneuralgie sein, aber es muss weitere Ursachen geben. Für die Schmerzspezialisten nach Liebscher & Bracht stehen hier Überspannungen von Muskeln und Faszien im Vordergrund.

Die symptomatische Trigeminusneuralgie

Bei der symptomatischen Form hat der Nervenschmerz eine andere Ursache. Hier besteht eine Grunderkrankung. Das kann die Multiple Sklerose sein, bei der die leitfähigen Bereiche der Nervenbahnen geschädigt werden. Der Nerv selbst ist hierbei entzündet, und gerade der Bereich der Nervenwurzel ist besonders beeinträchtigt, was die tückischen Schmerzattacken auslöst. Etwa zwei Prozent aller Betroffenen von Multipler Sklerose leiden auch unter den Trigeminusschmerzen. Ebenso können Tumoren auf den Nerv drücken, etwa das Akustikusneurinom – ein gutartiger Tumor des Gleichgewichts- und Hörnervs. Er übt Druck auf die Nervenbahn aus. Weitere Ursachen sind Gefäßfehlbildungen oder Mangel-Durchblutungen (Ischämien).

1.2. Trigeminusneuralgie durch Überreizung

Forscher vermuten, dass es noch weitere Entstehungsmechanismen für die Trigeminusneuralgie gibt – eine Überaktivität etwa. Hier liegt genau genommen keine Grunderkrankung vor, der Nerv wird auch nicht durch Blutgefäße bedrängt. Aber aus anderen Gründen kann diese wichtige Nervenbahn überreizt sein und eigentlich harmlose Berührungen oder Veränderungen der Mimik zum Schmerzauslöser werden lassen. Diese schulmedizinischen Erklärungsansätze greifen also manchmal zu kurz. Dafür spricht auch, dass die klassische Neuralgie erst im höheren Lebensalter auftritt. 70 Prozent der Betroffenen haben bei Ausbruch der Erkrankung das 60. Lebensjahr schon erreicht. Dies lässt vermuten, dass es über viele Jahre hinweg muskulär-fasziale Überspannungen gegeben hat, die sich irgendwann bis zum Schmerz aufschaukeln, bis die Nervenbahn jeden minimalen Reiz als Bedrohung ansehen. Genau das ist der Ansatzpunkt der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht bei Trigeminusneuralgie.

Die Trigeminusneuralgie ist von blitzartig einschießenden und extrem heftigen Gesichtsschmerzen gekennzeichnet, die in nur einer Gesichtshälfte auftreten. Nur eines als auch mehrere Versorgungsgebiete der auslaufenden Äste des Trigeminus-Nervs können betroffen sein. Sowohl Ober- und Unterkiefer als auch die Oberlippe sind fast immer involviert. Die Schmerzen können aber bis in die Stirn, den Nacken oder in die Zähne ausstrahlen.

Erkrankte beschreiben die plötzlichen Schmerzen als bohrend, stechend, brennend und elektrisierend und empfinden sie oft als vernichtend und als nicht auszuhalten. Meist dauern die Attacken nur wenige Sekunden, können aber bis zu zwei Minuten anhalten. Während der Attacken kann man im Gesicht der Betroffen häufig Kontraktionen bemerken, welche als Tic douloureux, also schmerzhafte bzw. schmerzinduzierte Tics, bezeichnet werden. Außerdem kann eine Schmerzattacke von Tränenfluss oder einem geröteten Gesicht begleitet werden.

Zwischen den Schmerzattacken ist der Großteil der Betroffenen weitgehend beschwerdefrei. Nur wenige klagen auch zwischen den Anfällen über ein anhaltendes, dumpfes Schmerzgefühl. Die Schmerzen können sowohl unregelmäßig, als auch in Episoden von mehreren Wochen oder Monaten auftreten, in welchen auch mehrmalige tägliche Attacken die Regel sind. Es ist zu beobachten, dass mit fortschreitender Dauer der Erkrankung die Intervalle zwischen den Schmerzattacken kleiner werden und sich die Intensität erhöht.

Die Trigeminusneuralgie ist nicht mit anhaltenden idiopathischen oder auch atypischen Gesichtsschmerzen zu verwechseln. Wie der Name schon sagt, wird hier ein anhaltender Schmerz im Gesicht wahrgenommen, der als tief empfunden wird und diffus durch verschiedene Gesichtsregionen wandert. Im Gegensatz dazu können die Schmerzen der Trigeminusneuralgie klar lokalisiert werden. Sie treten meist nicht in Ruhephasen auf und werden oberflächlicher im Gesicht wahrgenommen.

Aufgrund des hohen Leidensdrucks bei Trigeminusneuralgie und der damit einhergehenden Belastung sind auch die psychischen Folgen bei Betroffenen nicht zu unterschätzen und sollten von Anfang an beachtet werden. So besteht bei Trigeminusneuralgie-Patienten ein hohes Risiko für Depressionen oder Angsterkrankungen. Durch die große Angst vor erneuten Attacken verfallen Betroffene auch oft in ein Vermeidungsverhalten. Tritt eine Schmerzattacke zum Beispiel öfter in Zusammenhang mit Nahrungsaufnahme auf, ist es möglich, dass Patienten ohne sachgerechte Behandlung das Essen und Trinken möglichst vermeiden, was zu Gewichtsabnahme und gefährlicher Dehydration führen kann.

2. Symptome: Wie äußert sich eine Trigeminusneuralgie?

Sie leiden an einer Trigeminusneuralgie? Dann kennen Sie diese plötzlich einschießenden Schmerzen im Gesicht, die kaum auszuhalten sind. Unter dieser schmerzhaften Erkrankung leiden viele Menschen. Doch wie kann dieser schreckliche Schmerz immer wieder aufkommen? Und was können Betroffene dagegen tun?

Die Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung des sich im Gesichtsbereich in drei Äste aufteilenden Nervus Trigeminus. Die Trigeminusneuralgie ist ein wiederkehrender, extrem starker Schmerz, der einen der Äste befällt. Zumeist sind es der zweite oder dritte Ast des Nervus Trigeminus. Der erste Ast des Nervus Trigeminus versorgt die Stirn, den Bereich der Augen und der Nase. Der zweite Ast versorgt den Oberkiefer und die anliegenden Wangenpartien, der dritte Ast den Unterkiefer und die Wangen.

Von der Neuralgie betroffen ist in der Regel nur einer der Äste auf einer Seite des Gesichtes. Ist der erste Ast betroffen, führt dies zu schweren Kopfschmerzen, die blitzartig auftreten und sich oft pochend bemerkbar machen. Ist der zweite Ast betroffen, treten die Schmerzen im Bereich des Oberkiefers oder der Wangen auf. Ist der dritte Ast in Mitleidenschaft gezogen, so liegen die extremen Schmerzen meist einseitig im Unterkiefer vor.

Der mit der Trigeminusneuralgie verbundene Schmerz zählt zu den extremsten Schmerzzuständen überhaupt. Auf der bis zehn reichenden Schmerzskala wird der Schmerz von den meisten Patienten mit dem Höchstwert 10 angegeben.

Die Häufigkeit der Schmerzattacken variiert von Patient zu Patient, manche werden mehrmals täglich von den Schmerzen befallen, manche mehrfach pro Stunde, wobei wiederum andere auch nur einmal pro Woche von dem qualvollen Schmerz befallen sein können. Die Lebensqualität der Betroffenen ist stark eingeschränkt. Schließlich befinden sie sich auch während einer schmerzfreien Phase in einer dauerhaften Schmerzerwartungshaltung. Die Neuralgie kann dabei spontan sistieren, also stillstehen, und nach Monaten und auch Jahren wieder auftreten. Viele Patienten leiden jahrelang und entwickeln aus diesem Grunde eine reaktive Depression, die ebenfalls behandlungsbedürftig ist.

Dabei gibt es heute durchaus wirksame Methoden, die Trigeminusneuralgie zu behandeln. Die konventionelle Herangehensweise in der Medizin ist vor allem die medikamentöse Behandlung. Ein operativer Eingriff hat die Zerstörung des Nervus Trigeminus-Astes zum Ziel. Zudem stehen weitere Behandlungsangebote zur Schmerzbekämpfung zur Verfügung. Vor Einleitung einer therapeutischen Maßnahme muss allerdings die Art der Trigeminusneuralgie diagnostisch geklärt werden. Diese wird unterschieden in die klassische oder primäre und die symptomatische oder sekundäre Trigeminusneuralgie.

2.1. Die Krankheitsbilder

Die klassische Trigeminusneuralgie

Diese Form zeichnet sich durch Schmerzattacken von äußerster Heftigkeit aus, die von einem Sekundenbruchteil bis zu Minuten anhalten. Dabei können ein oder mehrere Äste des Nervus Trigeminus betroffen sein. Dieser Schmerz weist eine starke Intensität auf. Er ist sehr scharf und stechend. Er wird über einen Trigger (Berührung, Zähne putzen oder Kauen) ausgelöst. Die Attacken wiederholen sich bei einem Patienten stets in derselben Weise. Klinisch ist keine Ursache für den Schmerz nachzuweisen. Er ist auch nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen. Zwischen den Schmerzattacken besteht weitgehend Schmerzfreiheit. Die Ursache der klassischen Trigeminusneuralgie ist vermutlich eine pathologische Enge zwischen dem Nerv und einer Arterie. Das Pulsieren der Arterie sorgt vermutlich am Nervus Trigeminus zu einer Entmarkung, was bedeutet, dass die den Nerv schützende Myelinscheide beschädigt wird und der Nerv nun sensibler ist.

Die symptomatische Trigeminusneuralgie

Auch diese Variante zeichnet sich durch die üblichen, heftigen Schmerzattacken aus, die einen Sekundenbruchteil oder auch Minuten anhalten können und ein Gebiet des Nervus Trigeminus betreffen. Auch hier weist der Schmerz die klassische starke Intensität auf und wird durch einen Trigger ausgelöst. Im Gegensatz aber zur klassischen Trigeminusneuralgie liegt hier eine nachweisbare Läsion als Ursache der Neuralgie vor. Es können zusätzliche Sensibilitätsstörungen im Versorgungsbereich des Nervus Trigeminus auftreten, und es kann vorkommen, dass der Patient zwischen den Schmerzattacken nicht schmerzfrei bleibt, sondern ein dumpfer Dauerschmerz besteht.

Die Ursachen der symptomatischen Trigeminusneuralgie sind vielseitig. Eine ohnehin zum Abbau von Myelin der Nerven führende Erkrankung wie die Multiple Sklerose führt dabei sehr häufig zu einer sekundären Trigeminusneuralgie. Wie bei Neurinomen, Hirnstammischämien oder Angiomen kann es zu einem pathologischen Nerv-Gefäß-Kontakt führen und damit die Neuralgie entstehen lassen.

2.1. Krankheitsursache

Als interessant ist hier anzumerken, dass keineswegs jede Form eines pathologischen Nerv-Gefäß-Kontaktes das schwere Schmerzsyndrom auslöst, sondern die meisten Menschen auch damit komplett beschwerdefrei sind, sodass bis heute noch nicht alle Mechanismen, die zum Ausbruch des Krankheitsbildes führen, geklärt werden konnten. Etwa 70 Prozent der Patienten mit einer Trigeminusneuralgie haben eine pathologische Nerv-Gefäß-Konstellation, bei 30 Prozent kann die Krankheitsursache nicht nachgewiesen werden. Viele Menschen weisen eine pathologische Nerv-Gefäß-Konstellation auf, verspüren aber keinerlei Beschwerden.

2.2. Die Prognose

Die Trigeminusneuralgie kann einmalig auftreten, sie kann aber auch nach längerem Krankheitsverlauf spontan wieder verschwinden. Konventionell wird die Trigeminusneuralgie mit Carbamazepin, einem zwar wirksamen, aber leider nicht nebenwirkungsfreien Medikament, behandelt. Zudem stehen noch weitere Medikamente zur Verfügung, sofern eine Therapie mit Carbamazepin nicht anschlägt. Sie ist allerdings für die meisten Ärzte das Mittel der ersten Wahl.

Stellt sich die Trigeminusneuralgie als therapieresistent heraus, so können operative Verfahren angewandt werden, um Schmerzfreiheit erreichen. Die mikrovaskuläre Dekompression setzt hierbei an der zu engen Verbindung zwischen Nerv und Gefäß an. Es wird in der Regel ein Stück alloplastisches Material zwischen Nerv und Arterie eingesetzt.

Im Falle häufiger Rezidive kann schließlich noch durch die Zerstörung des Nervs durch verschiedenste Verfahren Schmerzfreiheit mit Einschränkungen durch den fehlenden Ast des Trigeminusnervs erreicht werden. Diese Option sollte natürlich wohldurchdacht und nur an Patienten mit einem erheblichen Leidensdruck zur Anwendung kommen. Vor allem sollten Patienten mit Trigeminusneuralgie sich nicht scheuen, bevor starke Medikamente oder gar eine Operation in Betracht gezogen werden, einen nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerztherapeuten aufzusuchen. Wir haben schon oft die Erfahrung gemacht, dass es uns bereits nach der ersten Behandlung mit Osteopressur gelingen kann, Patienten mit Trigeminusneuralgie zu helfen.

Fassen wir noch einmal zusammen: Die Trigeminusneuralgie ist eine extrem schmerzhafte Erkrankung des Nervus Trigeminus, der mit seinen drei Ästen jeweils eine Gesichtshälfte versorgt. Die Trigeminusneuralgie kann in mehreren Formen, als primäre, klassische Trigeminusneuralgie oder als sekundäre, symptomatische Trigeminusneuralgie auftreten. In der Regel erfolgt die Behandlung nach einem Stufenplan, der zunächst die Medikamentengabe vorsieht und im Falle eines besonders schweren Verlaufes auch in der letztendlichen Zerstörung des schmerzenden Nervs bestehen kann.

Wenn Sie unter einer Trigeminusneuralgie leiden, zögern Sie nicht, Ihren Arzt nach Behandlungswegen und auch alternativ unterstützenden Behandlungsmethoden zu befragen. Wenn eine Behandlungsmethode bei Ihnen noch nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat, scheuen Sie nicht davor zurück Ihrem Arzt dies umgehend mitzuteilen, damit eine andere Therapieform gewählt werden kann. Die Operation muss unserer Einschätzung nach in jedem Fall das letzte Mittel der Wahl bleiben.

Bei der symptomatischen Form der Trigeminusneuralgie liegen klare Ursachen zugrunde. Sie alle sind Hirnschädigungen, die mit anderen, bereits bestehenden Erkrankungen einhergehen. Diese Erkrankungen sind Multiple Sklerose (MS), seltene Tumoren (Neurinome), Post-Zoster-Neuralgie (PZN) oder Hirnischämien, zum Beispiel im Rahmen eines Schlaganfalls.

Die idiopathische Form der Krankheit hat keine klare Ursache. Der Druck eines Blutgefäßes auf den Trigeminus-Nerv ist, wie bereits erwähnt, lediglich ein Risikofaktor, ebenso wie fortgeschrittenes Lebensalter. Allerdings lassen sich Ursachen für die einzelnen Schmerzattacken an sich benennen – neben selteneren spontanen Schmerzen sind die sogenannten Trigger ein typisches Merkmal der idiopathischen Trigeminusneuralgie.

Trigger sind äußere Faktoren, in Folge deren eine Schmerzattacke bei Trigeminusneuralgie-Patienten eintreten kann. Dafür reicht manchmal schon eine kleine Berührung oder ein winziger Lufthauch, um die extremen Schmerzen auszulösen. Zudem sind auch Schmerzattacken beim Lachen, Zähneputzen, Kauen oder Schlucken sowie nach Kontakt mit der Wange oder der Stirn typisch.

Solch unvorstellbare Schmerzen bei ganz alltäglichen Dingen ständig befürchten zu müssen, macht die Schwere der Beeinträchtigung und den hohen Leidensdruck von Menschen mit Trigeminusneuralgie noch einmal deutlich.

3. Ursachen: Woher kommen die plötzlich einschießenden Schmerzen? Zu den Ursachen der Trigeminusneuralgie

Leiden Sie unter dem starken einschießenden Schmerz im Gesicht? Sie wollen wissen, wie es dazu kommen kann? Die Trigeminusneuralgie ist eine stark schmerzhafte Erkrankung des Nervus Trigeminus, des fünften Hirnnerven. Dieser teilt sich im Bereich des Gesichtes auf jeder Gesichtshälfte in je drei Äste auf und versorgt auf diese Weise das gesamte Gesicht. In den meisten Fällen einer Trigeminusneuralgie ist nur ein Ast des Nervs auf einer Gesichtshälfte betroffen. Es können aber prinzipiell auch mehre Äste in Mitleidenschaft gezogen sein. Der Schmerz, den die Trigeminusneuralgie kennzeichnet, ist extrem stark und wiederkehrend. Oft leiden Betroffene sehr lange unter der Erkrankung. Doch was sind die Ursachen der schmerzhaften Erkrankung, woher kommt der Schmerz, der die Betroffenen zuweilen mehrmals täglich quält?

Um diese Frage beantworten zu können, muss man wissen, dass die Erkrankung in verschiedene Formen unterteilt wird. Die erste Form ist die klassische oder auch primäre Trigeminusneuralgie. Bei dieser Form ist keine ursächliche Erkrankung festzustellen, die Neuralgie ist quasi die Krankheit selbst. Eine weitere Form ist die symptomatische oder auch sekundär genannte Form. Hierbei ist das Auftreten der Neuralgie mit einer Grunderkrankung verbunden, bei der die Trigeminusneuralgie dann ein Symptom darstellt.

3.1. Die Ursache der klassischen Trigeminusneuralgie

Die Ursache der klassischen Form ist nicht völlig geklärt. In den meisten Fällen liegt bei den Patienten ein pathologischer Nerv-Gefäß-Kontakt vor, bei dem eine in direkter Berührung zum Nerv liegende Arterie durch ihr Pulsieren die äußere, den Nerv schützende Myelinschicht zerstört. Ein Nerv ist zur korrekten Funktion auf seine Myelinscheide angewiesen. Diese dient zum einen zum Schutz, zum anderen als Isolierung für die weitergeleiteten Impulse. Ist die Myelinscheide angegriffen oder an einer Stelle zerstört, kann der Nerv seiner eigentlichen Aufgabe nur unzureichend nachkommen. Zudem ist er schutzlos der Umgebung ausgeliefert, unter anderem auch weiterhin der ihn durch ihr Pulsieren beeinträchtigende Arterie. Bei etwa 70 Prozent der Patienten mit einer klassischen Trigeminusneuralgie kann dieser pathologische Nerv-Gefäß-Kontakt nachgewiesen werden. Bei den restlichen 30 Prozent der Patienten ist eine eindeutige ursächliche Klärung nach heutigem Wissensstand noch nicht möglich.

3.2. Die Ursachen der symptomatischen Trigeminusneuralgie

Die symptomatische Form bildet die Trigeminusneuralgie im Kontext einer Grunderkrankung aus. Besonders häufig ist das Ausbilden der Trigeminusneuralgie im Falle einer Multiplen Sklerose. Die Multiple Sklerose löst im zentralen Nervensystem die Entmarkung der Nerven aus. Das bedeutet, dass die Myelinscheiden der Nerven in Gehirn und Rückenmark durch die Schübe der Multiplen Sklerose zerstört werden. Im Krankheitsverlauf kommt es dadurch zu Funktionsstörungen der Nerven. Im Falle der Multiplen Sklerose wird die Myelinscheide geschädigt, und es kommt zu fehlerhaften Übertragungen von elektrischen Ladungen. Die symptomatische oder sekundäre Trigeminusneuralgie kann auch als Symptom einer Hirnstammischämie oder eines Tumors des Gehirnes ausgelöst werden. Raumforderungen führen dabei zu demselben pathologischen Nerv-Gefäß-Kontakt, wie er bei der klassischen Form vorliegt. Nur wird dieser Kontakt durch den Druck einer Raumforderung ausgelöst.

3.3. Die Behandlung

Die Behandlung der Erkrankung führt bei der klassischen Form über einen stufenweisen Therapieplan. Hier steht zunächst die Behandlung mit Medikamenten im Vordergrund. Das Mittel der ersten Wahl ist Carbamazepin. Ist eine Behandlung mit diesem Medikament nicht erfolgreich, das heißt schmerzbefreiend, so stehen zunächst weitere medikamentöse Behandlungsoptionen zur Verfügung. Bei einer schwer behandelbaren Trigeminusneuralgie mit vielen Rezidiven, auch nach längerer beschwerdefreier Zeit, kann ein operativer Eingriff angezeigt sein. Dabei wird in der Regel ein Stück alloplastisches Material zwischen den Nerv und die Arterie gesetzt, was über mehrere Jahre für Schmerzfreiheit sorgen kann. In Fällen, in denen kein pathologischer Nerv-Gefäß-Kontakt nachgewiesen werden konnte, stehen andere Methoden, wie die Bestrahlung des Nervs mit dem Ziel seiner Zerstörung oder auch das Einspritzen von nervenzerstörenden Medikamenten, zur Verfügung. Diese Therapie ist radikal und zieht den Funktionsverlust des Nervs nach sich. Nach jahrelangen Torturen nehmen viele Patienten dieses aber für das Erreichen der Schmerzfreiheit in Kauf.

Im Falle der symptomatischen Trigeminusneuralgie stellt die Neuralgie „nur“ ein Symptom der Grunderkrankung dar. Die Behandlung zielt daher in der Regel in erster Linie auf diese ab, eventuell stehen andere operative Eingriffe, beispielsweise an einer intrakraniellen Raumforderung, im Vordergrund, die dann gleichfalls die Trigeminusneuralgie therapiert. Weiterhin können auch hier Verfahren zur reinen Behandlung der Trigeminusneuralgie ergänzend zur Anwendung kommen.

Zusammenfassend kann festgehalten werden: Die eine Ursache für dieses komplexe Krankheitsbild gibt es nicht, die Formen unterscheiden sich dabei vor allem ursächlich. Bei der klassischen Trigeminusneuralgie konnte abgesehen vom pathologischen Nerv-Gefäß-Kontakt die Ursache nicht vollumfänglich geklärt werden, bei der symptomatischen Form liegen hingegen therapiebedürftige Grunderkrankungen vor.

3.4. Liebscher & Bracht: Eine andere Sichtweise auf die Ursachen der Trigeminusneuralgie

Wie bei vielen anderen Schmerzzuständen verstehen die Schmerzspezialisten nach Liebscher & Bracht auch die Beschwerden bei Trigeminusneuralgie zunächst als Alarmsignal, als Sprache des Körpers, die uns auf einen drohenden Verschleiß von körperlichen Strukturen aufmerksam machen will. Ob der Schmerz durch eine tatsächliche Neuralgie ausgelöst wird, ist für die Erklärung der Schmerzursachen nach Liebscher & Bracht zunächst nicht vordergründig relevant. Nach jahrelanger Arbeit mit Schmerzpatienten haben Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht eine andere Sichtweise auf die Schmerzursachen. Beim Schmerzgeschehen der Trigeminusneuralgie brennt die überbeanspruchte Muskulatur. Diese Schmerzen werden oftmals fehlinterpretiert als Schmerzen entzündeter Nerven. Vielmehr dienen die Schmerzen dem Schutz des Kiefergelenks vor einer weitergehenden Schädigung. Ja, richtig: Der Schmerz hat eine Funktion. Er wird im Gehirn ausgelöst, weil völlig überspannte Muskeln im Gesicht Signale aussenden und dem Gehirn mitteilen, dass Strukturschäden drohen. Wir wenden in solchen Fällen eine Kombination aus Osteopressur und bestimmten Übungen an, mit der wir bei unseren Patienten in den meisten Fällen rasch eine nachhaltige Besserung ihrer Beschwerden erreichen.

4. Behandlung: Trigeminusneuralgie erfolgreich und nachhaltig lindern

Die Trigeminusneuralgie gehört in Deutschland zu den eher seltenen Nervenerkrankungen. Vier von 100.000 Menschen leiden unter der sehr schmerzhaften Krankheit. Der Gesichtsschmerz, der durch die Trigeminusneuralgie verursacht wird, ist von extremer Intensität und tritt vollkommen unberechenbar auf. Daher ist es den betroffenen Patienten kaum möglich, ein normales Leben zu führen. Aus konventioneller medizinischer Sicht ist die Krankheit nur schwer therapierbar und beschränkt sich meist oberflächlich auf die Reduzierung der Schmerzen.

4.1. Um welche Art von Schmerz handelt es sich?

Patienten, die an einer Trigeminusneuralgie leiden, fährt der Schmerz wie ein Blitz ins Gesicht. Dabei breitet sich das Schmerzempfinden meist salvenartig aus. So schnell wie der Schmerz gekommen ist, verschwindet er auch wieder, bis es plötzlich und unerwartet zu einer neuen Schmerzattacke kommt.

Wie der Gesichtsschmerz ausgelöst wird, ist bis heute wissenschaftlich unklar. So können schon alltägliche Dinge wie Zähneputzen, Kauen, Sprechen oder kalte Luft einen quälenden Anfall verursachen. Häufig gibt es sogar keinen Trigger, also konkreten Auslöser, und die Schmerzen der Trigeminusneuralgie setzen heimtückisch und völlig unvermittelt ein. Entsprechend definiert die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in ihren Leitlinien die  Trigeminusneuralgie als einen blitzartigen, einschneidenden, extrem intensiven, elektrisierenden Schmerz, der wenige Sekunden bis zwei Minuten dauern kann.

4.2. Konventionelle Therapieansätze bei Trigeminusneuralgie

Bei der Therapie der neuralgischen Erkrankung kommen

  • medikamentöse,
  • operative sowie radiotherapeutische und
  • physiotherapeutische

Behandlungsmethoden zur Anwendung.

Operation oder radiologische Bestrahlung mit vielen Nebenwirkungen

Das operative Verfahren ist aufgrund des Eingriffes in den Schädel stets mit einem großen Risiko behaftet. Daher wird eine Operation erst dann medizinisch in Betracht gezogen, wenn alle konservativen Therapieansätze erfolglos waren und keine relevanten Ergebnisse gebracht haben. Relativ neu ist das radiologische Verfahren, bei dem der Nervus Trigemius bestrahlt wird.

Sowohl bei dem operativen, als auch beim radiologischen Verfahren bestehen sehr gute Therapieerfolge. Dennoch sind diese Therapien verhältnismäßig risikoreich, da es häufig zu erheblichen Nebenwirkungen wie Gefühlsstörungen und Schmerzempfindungen im Bereich der Trigeminusnerven kommt.

Medikamentöse Therapie und die Lokalanästhesie stellen keine dauerhafte Lösung dar

Bei der Therapie der Trigeminusneuralgie sowie bei der Akutbehandlung hat sich insbesondere die Verwendung von Antiepileptika wie Carbamazepin und Phentoin etabliert. Doch mit den Medikamenten kann nicht immer eine vollständige Schmerzfreiheit erreicht werden. Daher wird im Rahmen wissenschaftlicher Studien ständig nach neuen Wirkstoffen geforscht.

Neben der medikamentösen Behandlungsmethode besteht auch die Möglichkeit, die Schmerzweiterleitung durch ein Lokalanästhetikum, das möglichst in der Nähe des sogenannten Trigeminusastes injiziert wird, zu hemmen, beziehungsweise ganz zu unterdrücken.

Doch diese Behandlungsansätze dienen in der Regel nur dazu, die im Rahmen einer Trigeminusneuralgie entstehenden Schmerzattacken zu lindern. Eine völlige Schmerzfreiheit wird dabei nur in den seltensten Fällen erreicht.

4.3. Schmerzfreiheit bei Trigeminusneuralgie mit Osteopressur und Übungen nach Liebscher & Bracht

Mittlerweile finden manualtherapeutische Therapieansätze bei der Behandlung von Schmerzpatienten im Rahmen einer Trigeminusneuralgie immer mehr Beachtung. Die nach Liebscher & Bracht qualifizierten Schmerztherapeuten haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, die beispielsweise unter den Folgen einer Trigeminusneuralgie leiden, zu einem schmerzfreien Leben zu verhelfen. Ziel der Behandlung nach Liebscher & Bracht ist es, den betroffenen Patienten den Weg zur Selbsthilfe aufzuzeigen. Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht behandeln seit vielen Jahren Patienten mit den unterschiedlichsten Schmerzzuständen und wissen aus Erfahrung, dass nicht etwa bestimmte körperliche Schäden, sondern oftmals Überspannungszustände in den Muskeln und Faszien eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Schmerzen spielen. Sie leiten aus dieser Erkenntnis eine innovative Behandlungsmethode ab, die ohne eine medikamentöse Schmerzbehandlung auskommt.

Das bedeutet aber nicht, dass der Patient bei starken Schmerzen grundsätzlich auf Medikamente verzichten kann. Dennoch ist nach dem Konzept von Liebscher & Bracht eine medikamentöse Behandlung nur für einen gewissen Zeitraum und nur als Zusatzmedikation vorgesehen.

Bei der Behandlung nach dem Therapiekonzept von Liebscher & Bracht werden durch speziell geschulte Ärzte und Therapeuten über Osteopressur Reize an der Knochenhaut gesetzt, die gezielt Rezeptoren, die an der Knochenhaut sitzen, ansprechen. Diese Rezeptoren sind für die Schmerzweiterleitung verantwortlich. Durch die Stimulation über Osteopressur an diesen Rezeptoren werden die für den Schmerz verantwortlichen Hirnprogramme zurückgesetzt. In der Regel reagiert der Körper des Patienten sofort auf die Behandlung. Der Schmerz kann so in den meisten Fällen bereits in der ersten Behandlungseinheit erheblich reduziert, beziehungsweise ganz beseitigt werden, und die Schmerzattacken lassen nach.

Wichtig bei einer Behandlung nach Liebscher & Bracht ist, dass der Patient dabei selbst und auf natürlichem Wege mitwirkt. Zu diesem Zweck vermitteln wir Ihnen als Patient speziell entwickelte Liebscher & Bracht Übungen, die Sie zunächst unter Anleitung, später dann Zuhause vornehmen können. Sofern diese Übungen regelmäßig und korrekt angewendet werden, kann sich rasch eine wesentliche Besserung der Trigeminusneuralgie einstellen.

Die Vorteile einer Behandlung nach Liebscher & Bracht

Heutzutage bestehen gute Therapien für die Behandlung der Trigeminusneuralgie, allerdings sind diese meist mit erheblichen Nebenwirkungen und Risiken behaftet. Mit dem von Liebscher & Bracht entwickelten Therapiekonzept hingegen kann die Trigeminusneuralgie ohne Medikamente und stark invasiven Methoden behandelt werden, wobei der Patient selbst wesentlich an der Verbesserung seiner Beschwerden mitwirkt und aktiv in den Behandlungsverlauf mit eingebunden wird. Durch diese angeleitete Selbsttherapie bekommt der Patient eine ganz andere Einstellung zur Erkrankung, denn er hilft seinem Körper durch sein Zutun schmerzfrei zu werden.

Zur Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

Wir stellen in unserer Behandlung immer wieder fest, dass Patienten durch unsere veränderte Sichtweise auf die Schmerzen Erklärungen für Ihre Schmerzen finden. Wie eröffnen Ihnen zudem ein Einflusspotential. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie Patienten darauf reagieren. Denn oftmals begegnen sie uns mit einer ausgeprägten Hilfslosigkeit, gerade bei Trigeminusneuralgie, bei der Schmerzen unvermittelt einschießen und Patienten teils regelrecht in Angst vor dem nächsten Anfall leben. Doch was genau geschieht im Körper, wenn Schmerzen entstehen?

Wir wissen aus unserer jahrelangen Erfahrung mit Patienten, die sich mit ganz unterschiedlichen Schmerzsymptomatiken an uns wenden, dass vielfach völlig unnachgiebige, überspannte und überforderte Muskeln das Schmerzgeschehen beeinflussen, gerade auch bei Trigeminusneuralgie. In diesem Falle sind die Muskeln und Faszien in der Nähe des Nervus Trigeminus überreizt und lösen den zerstörerischen Schmerz aus. Wir haben dafür eine Erklärung: In unserem Alltag schöpfen wir nur einen geringen Teil unseres natürlichen Bewegungspotentials aus. Durch eingeschränkte Bewegungen wird nur ein Teil unserer Muskulatur ausreichend gedehnt, andere Muskeln wiederrum nur unvollständig. Dadurch entstehen Überforderung und Überspannungen, die von Rezeptoren in der Knochenhaut registriert werden. Sie senden Signale an das Gehirn, das bestimmte Programme schaltet und sogenannte Alarmschmerzen auslöst. Und zwar in den körperlichen Bereich, der von Verschleiß bedroht ist.

Wir wenden bei Schmerzzuständen aller Art, wie auch bei Trigeminusneuralgie, eine spezielle Form der Osteopressur an. Sie setzt manuelle Reize an den Alarmschmerz-Rezeptoren und signalisiert dem Gehirn, den Alarmschmerz loszulassen. Dazu zeigen wir unseren Patienten, wie sie sich ein erweitertes Bewegungsspektrum antrainieren können, um die muskulär-faszialen Überspannungen abzubauen. Tagtäglich können wir in der Anwendung dieser speziellen Schmerztherapie die Erfahrung machen, wie gut das funktioniert. Sprechen Sie uns an! Wir helfen auch Ihnen gerne!

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